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Falsch gedacht: Arbeiten während der Schwangerschaft und Wiedereinstieg ins Berufsleben - kein Problem!

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Falsch gedacht: Arbeiten während der Schwangerschaft und Wiedereinstieg ins Berufsleben - kein Problem!

Ich dachte immer Schwangerschaft ist keine Krankheit und man kann problemlos so weiterarbeiten wie bisher und auch ein Wiedereinstieg nach der Elternzeit ist kein Problem - aber falsch gedacht!

Viele werdende Mütter machen sich keinerlei Gedanken, wie ein Wiedereinstieg nach der Elternzeit werden kann und soll. Wozu auch? Schließlich sind sie erstmal schwanger und freuen sich auf ihr Baby - zurecht! 

 

Während der anfänglichen Schwangerschaft ist es in den meisten Berufen möglich weiter zu arbeiten wie bisher. Selbst wenn man schicker gekleidet sein muss in seinem Job findet man schnell eine Business Umstandshose, eine passende Business Umstandsbluse oder eben das elegante Business Umstandskleid. Schnell ist auch normale Umstandsmode Business -tauglich umfunktioniert mit entsprechenden Accessoires. 

 

Spätestens ab dem 3. Trimester wird selbst der einfachste Job beschwerlich, klar man "schleppt" ja zumeist mindestens 10 Kilo mehr mit. Jetzt wird es schwierig einfach so weiter zu machen wie bisher - das lange Sitzen begünstigt Wassereinlagerungen, das viele, lange Autofahren ist anstrengend und begünstigt manchmal auch vorzeitige Wehen. Viele Schwangere werden so dann krank geschrieben und sind erstmal froh aus dem Job zu sein. 

 

Vermutlich jede werdende Mutter denkt in dieser Zeit nicht an den Wiedereinstieg in den Beruf - schließlich ist ja auch mittlerweile (fast) alles gesetzlich geregelt. Eine entsprechende Tätigkeit steht einem nach der Elternzeit wieder zu, ebenso wie die Teilzeittätigkeit ab einer gewissen Anzahl Mitarbeiter. So wird schnell auch vergessen ein Zwischenzeugnis vor der Geburt des Babys anzufordern!

 

TIPP: Lass dir ein Zwischenzeugnis ausstellen - egal wie positiv dein Arbeitsverhältnis ist!

 

Das Baby kommt - die Freude ist groß und hält lange an! Die Elternzeit und das Elterngeld werden beantragt - die Glückwünsche vom Arbeitgeber kommen, genauso wie die Bestätigung der Elternzeit. Erstmal alles geschafft! 

 

Während der Elternzeit lebt man sich so langsam, aber sicher mit Kind ein. Genießt die "Latte-Macchiatto" Gespräche mit anderen Muttis. Macht den ein oder anderen Kurs wie Pekip, Delphi oder Babyschwimmen. 

 

Die Zeit mit dem kleinen Knirps verrennt - man merkt erst wie schnell die Zeit vergeht, wenn man selbst Mutter geworden ist. Und ehe man sich versieht neigt sich die Elternzeit dem Ende zu, man beginnt so langsam wieder den Kontakt mit dem Arbeitgeber zu intensivieren und zeigt seine Arbeitswilligkeit an. 

 

Manchmal klappt der Wiedereinstieg ganz gut - ich kenne allerdings nur sehr sehr wenige Mütter bei denen das so war. Vielen Anderen wurden Aufhebungsverträge angeboten, direkt nach Wiedereinstieg gekündigt oder einfach so lange gemobbt mit zum Beispiel Anwesenheitspflichts-Meetings außerhalb der Arbeitszeit. Sogar im öffentlichen Dienst bekam eine Wiedereinsteigerin mit 6 Wochenstunden eine Klassleitung übertragen und musste zu Lehrerkonferenzen nachmittags anwesend sein! 

 

Ich frage mich wieso möchten Arbeitgeber keine Mütter? Ich möchte das nicht pauschalieren - natürlich gibt es auch gute Arbeitgeber, die ihre wiederkehrenden Mütter weiterhin gut behandeln! Sind sich die Arbeitgeber darüber bewusst, dass Mütter die Arbeitskräfte von morgen "produzieren" und "erziehen"? Und sind wir nicht längst im 20.sten Jahrhundert angekommen bezüglich Gleichstellung? An der Bildung von Frauen liegt es nicht, schließlich besuchen mehr Frauen die Universität als Männer! Sollten wir Müttern nicht nur gesetzlich die Chance geben, flexibel arbeiten zu können? Wissen Arbeitgeber, dass auch Männer Elternzeit nehmen können und das auch weit über den von Frauen gebärfähigem Alter hinaus?

 

Natürlich kann eine Mutter nicht mehr in dem Maße Überstunden ableisten und ist auch mal krank, wenn der Nachwuchs kränkelt, aber reicht dies bereits aus, dass Mütter nicht mehr gewollt sind im Arbeitsleben? 

 

Viele Mütter sind sogar so flexibel, dass sie trotz zum Teil mehrerer Kinder Vollzeit arbeiten würden, wenn sie die Chance dazu bekämen. Vormittags bis frühen Nachmittag vor Ort arbeiten, nachmittags Zeit mit den/dem Kind/ern verbringen und abends ab 20/21 Uhr nochmals 2 Stunden von zu Hause aus. Auch damit kommt man theoretisch auf über 40 Stunden pro Woche. Wo steht geschrieben, dass man die Vollzeit am Stück und vor Ort absolvieren muss? Gibt es noch Jobs, die wirklich zu 100% vor Ort abgeleistet werden müssen, ich würde sagen, es sind die wenigsten, oder?

 

Ich hoffe, dass viele Firmen bald aufwachen und auch Müttern wieder vermehrt eine Chance geben. Gerade Mütter haben so viele neue Kompetenzen durch ihr Muttersein erworben in einer unglaublich kurzer Zeit, was einem keine Ausbildung der Welt, aber vor allem in der Zeit beibringen kann! Falls sich tatsächlich jemand fragt, welche Kompetenzen das sein sollen außer Stillen, Fläschchen geben und Wickeln, hier eine kleine Auflistung, die gerne ergänzt werden darf:

  • Multi-Tasking (Baby auf dem Arm und kochen, putzen ...)
  • Zeiteffizienz (möglichst viel außer Haus erledigen, bis zu Hause gestillt/gewickelt werden muss oder Mittagsschlaf ansteht)
  • Arbeiten unter Druck (schon einmal den Brei unter Babygebrüll zubereitet?)
  • richtig Prioritäten setzen (erklärt sich von alleine)
  • Aufgaben deligieren (weil man nicht alles machen kann, muss auch der Partner Aufgaben übernehmen)
  • Flexibilität 

 

Ich hoffe, dass wir in Deutschland bald von dem Denken "nur wer lange im Unternehmen anwesend ist, arbeitet wirklich und ist wichtig" wegkommen!

 

Ich hoffe, dass die Flexibilität, welche von zukünftigen Arbeitnehmern in Stellenausschreibungen immer gefordert wird, auch mal von Unternehmensseite erfüllt wird! 

 

Den arbeitssuchenden Müttern wünsche ich viel Kraft, Ausdauer und Erfolg, ein Unternehmen zu finden, das sie wertschätzt!

Kommentare

  1. Stephanie Hauptmann Stephanie Hauptmann

    Ein toller Beitrag Bettina!
    Gerade beim ersten Kind sind diese Gedankensprünge aber wirklich schwierig, weil man sich gar nicht vorstellen kann (also ich könnte das nicht), wie sehr das Baby das Leben und auch einen selbst verändert.
    Zum Job: Besonders schlimm wird es, wenn man sich überhaupt nicht mehr vorstellen kann in seinen Beruf zurück zu gehen.
    Nach der Elternzeit von Kind 1 war ich 2 Monate arbeiten, bevor ich mit Kind 2 schwanger würde und wieder aus dem Berufsleben ausgetreten bin. Und es waren die schlimmsten 2 Monate überhaupt...
    Ich habe meinen einjährigen Sohn in der Krippe abgegeben und auf 25 fremde Kinder aufgepasst... das war für mich der Horror...
    Das mir das so schwer fehlt hätte ich nie gedacht!!!

    LG Steffi

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